Bauer Multivitaminsaft Testergebnis

Stellungnahme zum vorgehen der Testführung von oekotest

Was würde man von einem Test in einer muslimischen Zeitschrift halten, der die Qualität von Salamis prüft und alle Produkte, die Schweinefleisch enthalten von vornherein als mangelhaft/ungenügend abqualifiziert – nur 3 davon – eben die ohne Schweinefleisch, aber mit gut bewertete?

Nicht viel, würden wir meinen. Ebenso ist die Zeitschrift Ökotest vorgegangen: da sie die Zugabe von Provitamin A (Betacarotin) strikt ablehnt, haben alle Multivitaminsäfte, die Provitamin A enthalten, “bestenfalls ungenügend” abgeschnitten. Da Ökotest weiterhin die Zugabe von Vitaminen überhaupt ablehnt, haben sie alle Multivitaminsäfte, die zugesetzte Vitamine enthalten, weiterhin abqualifiziert.

Am Ende verblieben einige Säfte aus biologischem Anbau, die zwar gar keine Multivitaminsäfte sind, sondern aus mehreren Früchten bestehen und Multisäfte genannt werden (bei dieser Bezeichnung könnte man ja fast an eine Irreführung der Verbraucher denken, da eben jeder den Begriff Multivitaminsaft kennt und bei Multisaft an eine Kurzform desselben denkt) diese Multisäfte aber eine nur sehr geringe Vitaminisierung, die nämlich aus den Fruchtsäften selbst stammt, aufweisen.

Was soll man also von einem solchen Test halten?

Eine weitere Diskussion müsste jetzt über den Sinn von Vitaminzusatz geführt werden, auch über die sogenannte Raucherstudie, die angeblich die Gefahr von hohen Provitamin A-Einnahmen für Raucher (und auch nur für diese) belegt.

Eine bereits im Vorfeld ideologisch angelegte Testführung wie von Ökotest weist jedoch daraufhin, daß eine Diskussion nicht gewünscht ist, für Ökotest ist nämlich Vitaminzusatz (und ganz besonders Provitamin A) ähnlich tabu wie für Muslime Schweinefleisch.

4 Gedanken zu “Bauer Multivitaminsaft Testergebnis

  1. Aber Öko Test hat auch recht. Wenn ich Obstsäfte trinken möchte, dann naturell, wenn ich künstliche Vitamine schlucken will, gerife ich zur Tablette. Zusatzstoffe jeder Art passen nicht in natürliche Säfte.

    • Kein Problem damit, wenn das Ihre Position ist. Wir haben so viele naturbelassene Artikel, daß für Sie immer etwas in unserem Sortiment dabei sein wird. Was die Vitaminzusätze betrifft: wir finden, sie sind eine nützliche Ergänzung für alle, die ihr Vitamindepot auffüllen wollen. Dafür wurden die Multivitaminsäfte ursprünglich auch geschaffen.
      Und noch eine Anmerkung zum ‘rechthaben’: es handelt sich bei der Haltung zur Frage Vitaminzusätze ja/nein um ein Werturteil und nicht um eine Tatsachenfeststellung. Wir finden es daher schlecht, daß eine Zeitschrift mit relativ großer Öffentlichkeitswirkung eine Wertung so einseitig bevorzugt und die andere ebenso einseitig verteufelt (=mangelhaft”).

  2. Also, ich befürworte das Weglassen von synthetisch erzeugten, hinzugefügten Vitaminen zu Fruchtsäften, egal ob sie Multivitamin Saft oder Multisaft genannt werden. Und Ôkotest schein dafür ebenfalls seine Gründe haben.
    Vitamine, die nicht direkt aus dem Obst oder Gemüse stammen, sind ohnehin für den menschlichen Körper von weniger Nutzen, als Ihre “echten” Counterparts.
    Davon abgesehen, interessiere ich mich eigentlich aber auch mehr für die von Ihnen produzierten Säfte, nie nich mit “organic” gekennzeichnet sein. Wie zum Beispiel beim Apfelsaft. Wo stammen denn die Äpfel her und mit welchen Pestiziden und anderen Pflanzenschutzmitteln sind sie in Berührung gekommen? Ist so etwas nachvollziehbar?
    Ich würde mich sehr über Aufklärung freuen.

    Mit freundlichem Gruss,

    Sarah Vandré

    • Hallo Frau Vandré, wir freuen uns über Ihr Interesse an Bauer Säften. Ja, man kann natürlich gegen die Zugabe von Vitaminen sein. Aber wir deklarieren es und somit überlassen wir dem Endverbraucher die Wahl. Da ich selbst unbehandeltes Obst nur in homöopathischen Mengen vertrage und lustigerweise auch gar keines essen mag, sind für mich der Saft, die Vitamintablette oder der Obstkuchen die verträglichere Alternative.
      Wir haben übrigens einen Acerola rein aus natürlichem Vitamin C, Acerola, die Vitamin-C-reichste mir bekannte Frucht, liefert in 100 ml erstaunliche 500 mg Vitamin C!
      Aber zu Ihrer Frage woher die Äpfel für unsere Apfelsäfte stammen. Für unseren Apfelsaft naturtrüb und die Streuobstapfelsäfte stammen die Äpfel aus unseren Apfelannahmestellen in Brandenburg und Sachsen. Für unsere Thüringer Streuobstapfelsäfte wie der Name sagt, aus der großen Thüringer Apfelannahmestelle. Sie sprechen Pestizide an. Unsere Lohnobstkunden, die uns die Äpfel bringen, spritzen zu 80-90 % ihre Bäume überhaupt gar nicht. Wenn jemand spritzt, was wir nicht ausschließen können, dann die Blüte, also bevor die Äpfel wachsen. Unsere Apfelsäfte sind immer wieder getestet worden. Die Pestizide liegen unterhalb der Nachweisgrenze. Apfelsäfte, die wir zukaufen für unseren klaren Apfelsaft z.B. stammen von Lieferanten, die von der SGF (Schutzgemeinschaft Freiwillige Selbstkontrolle) SGF.org überprüft wurden und auch da liegen die Pestizidwerte unterhalb der Nachweisgrenze. Wir hoffen, wir konnten bei der Aufklärung behilflich sein.
      Mit freundlichen Grüßen
      Heike Monien

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>